ULA-Führungskräfte-Dialog: Compliance ist eine Führungsaufgabe

Der 6. digitale ULA-Führungskräfte-Dialog stellte am 4. März das Thema „Führung im Spannungsfeld von Recht, Ethik und Moral“ in den Mittelpunkt. Gegenstand der Diskussion war, wie Compliance zum natürlichen Bestandteil jeder Unternehmens-DNA werden kann. Bildquelle: Gerd Altmann / pixabay.com

Der 6. digitale ULA-Führungskräfte-Dialog stellte am 4. März das Thema „Führung im Spannungsfeld von Recht, Ethik und Moral“ in den Mittelpunkt. Gegenstand der Diskussion war, wie Compliance zum natürlichen Bestandteil jeder Unternehmens-DNA werden kann.

„Ohne die Führungskräfte mitzunehmen, wird kein Unternehmen beim Thema Compliance Erfolg haben“, leitete DICO-Verwaltungsrat Georg Gößwein in die Veranstaltung ein. Der Geschäftsführer der PLLOB Compliance GmbH und Co-Leiter des DICO-Arbeitskreises „Compliance als Führungsaufgabe“ machte dabei das Dilemma deutlich: Die bestehende Diskrepanz zwischen dem, was viele Führungskräfte wollen und sollen sowie dem, was sie über Compliance denken.

„Wirksame Compliance braucht mutige Führungskräfte“, schloss sich Harald Nikutta, Geschäftsführer von Control Risks GmbH, an. Dieses Spannungsfeld bedeute für Führungskräfte, teilweise gegen Regeln verstoßen zu müssen, um erfolgreich zu sein oder auch um ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Ebenso gelte es, nicht auf Formalismen und deren Richtigkeit vertrauen zu dürfen. Vielmehr müssten diese kritisch hinterfragt werden.

„Nur wer Compliance in Zielvereinbarungen verankert, macht klar, dass er es ernst meint“, erklärte Regina Pede, Integrity Officer Germany der Vattenfall-Gruppe. Die Co-Leiterin des DICO-Arbeitskreises „Compliance als Führungsaufgabe“ stellte hervor: „Es soll Führungskräfte darin stützen, sich im Konflikt zwischen Zielerreichung und Compliance leichter für die Compliance zu entscheiden.“ Die Ziele sollten dabei unter Einhaltung legaler Wege erreichbar sein können.

„Der ‚gesunde Menschenverstand‘ ist das wichtigste Werkzeug in der Bewältigung der täglichen Compliance Themen“, brachte ULA-Präsident Dr. Roland Leroux zum Ende der gut besuchten Veranstaltung die Ergebnisse auf den Punkt. „Es bedarf zuvorderst mehr Mitgestaltungsrechte, Offenheit und Vertrauen sowie einer ‘Tone at the Top‘-Unternehmenskultur, wenn Führungskräfte Compliance als Aufgabe erkennen und annehmen sowie Veränderungen erfolgreich vorantreiben sollen.“

Mehr zu der Veranstaltung finden Sie auf der Seite der ULA.

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