Beschlüsse der Rentenkommission: „Nachhaltig und generationengerecht“
Am 23. Juni 2026 hat die Rentenkommission ihren Bericht offiziell vorgestellt. Die Vorschläge sollen als Gesamtpaket und so schnell wie möglich umgesetzt werden. Gesetzentwürfe hierzu soll es noch in diesem Jahr geben.
Unser Dachverband ULA – Deutscher Führungskräfteverband begrüßt die Empfehlungen der Kommission ausdrücklich, da hier der „Balanceakt für mehr Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit“ gelungen sei. Besonders positiv wird die Einführung einer gesetzlichen Kapitalrente zur Stärkung der Gesetzlichen Rentenversicherung nach schwedischem Vorbild bewertet. Zudem soll es keine Beitragssteigerungen und Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze für einzelne Gruppen geben. Dies mache die Beschlüsse sozialverträglich und gesellschaftlich kohärent. Die Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung trage zur Generationengerechtigkeit bei. Jüngere Generationen würden bei steigender Lebenserwartung entlastet.
Aktivrente nur ein erster Schritt für längere Erwerbstätigkeit
Für einige Berufsgruppen sei aber eine Beschäftigung bis zum Erreichen des Regeleintrittsalters schon heute eine Herausforderung. Unser Dachverband plädiert daher dafür, den Prozess nicht nur mit gesundheitlichen Präventionsmaßnahmen, sondern auch mit weiteren Maßnahmen – wie attraktiven Altersteilzeitmodellen, einer altersgerechten Ausgestaltung der Arbeitsplätze und Anreizen für betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen - zu begleiten, die eine längere Erwerbstätigkeit attraktiv machen. Am wichtigsten sei nach ULA-Präsident Roland Angst jedoch ein Mentalitätswandel unserer Gesellschaft hin zu mehr Wertschätzung gegenüber erfahrenen Mitarbeitenden.
Bei Berufsgruppen, für die ein früheres Renteneintrittsalter gesetzlich festgelegt ist, bestehe bereits heute eine Finanzierungslücke gegenüber Versicherten, die bis zum Erreichen des regulären Renteneintrittsalters einzahlen. Da diese Lücke nun zusätzlich wachse, sollten hierfür geeignete Finanzierungsmodelle gefunden werden, die nicht zulasten der Beitragszahlenden gehen.
Ganzheitliche Stärkung aller drei Säulen der Altersversorgung notwendig
Die ULA befürwortet zudem die Stärkung aller drei Säulen der Altersversorgung. Hierzu zähle auch die Verbreitung und Portabilität der betrieblichen Altersvorsorge. Positiv sei auch der Ausbau der Digitalen Rentenübersicht. Von der Ausweitung des Versichertenkreises auf weitere Erwerbstätigengruppen erwartet unser Dachverband dagegen keine Verbesserungen für die finanzielle Stabilisierung der Rentenversicherung.