Menschliche Führung und bessere Arbeitsplätze
Unser europäischer Dachverband CEC European Managers hat sich an der zweiten Konsultationsphase der EU zum geplanten Quality Jobs Act beteiligt. Die CEC fordert, Arbeitnehmerschutz, Wettbewerbsfähigkeit, verantwortungsvolle KI und sozialen Dialog gemeinsam zu stärken.
Qualitativ hochwertige Arbeitsplätze und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sind laut CEC keine Gegensätze: Gute Arbeitsbedingungen, gesunde Arbeitsplätze, Weiterbildung und echte Beteiligung können Unternehmen dabei helfen, innovativ und widerstandsfähig zu bleiben. Dabei haben Führungskräfte eine doppelte Rolle: Sie gestalten Veränderungen und Arbeitsorganisation, sind zugleich aber selbst Beschäftigte, die etwa unter hoher Arbeitsbelastung und psychosozialem Druck stehen. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, benötigen sie ausreichend Befugnisse, Informationen, Kompetenzen und Ressourcen. Nur so können sie beeinflussen, wie die Arbeit organisiert wird.
Besonderes Augenmerk legt die CEC auf Künstliche Intelligenz und algorithmisches Management. Technologie soll und kann menschliche Führung und professionelles Urteilsvermögen unterstützen, aber keinesfalls ersetzen. Auch psychosoziale Risiken können durch eine bessere Arbeitsorganisation verhindert werden.
Für den digitalen und dabei nachhaltigen Wandel sind zudem eine vorausschauende Kompetenzentwicklung und die Beteiligung der Beschäftigten entscheidend. Die CEC erklärt sich bereit, mit den europäischen Sozialpartnern über ausgewählte Aspekte des geplanten Gesetzes zu verhandeln – darunter der verantwortungsvolle Einsatz von KI, psychosoziale Risiken und die Gestaltung von Übergängen.
Die entscheidende Frage für die CEC ist, ob der Quality Jobs Act zu sichereren Arbeitsplätzen, nachhaltiger Arbeit, einer verantwortungsvollen Nutzung von Technologie und deren kompetenter Nutzung führt und ob dadurch die Arbeitnehmerbeteiligung steigt.