Transformationale Führung investiert bewusst in Beziehungen, Orientierung und gemeinsame Ziele. Trifft diese Investition auf Resonanz im Team, entsteht ein positiver Kreislauf: Engagement und Zusammenhalt geben der Führungskraft Energie zurück. Bildquelle: Lewis and Pecker / pixabay.com

Transformationale Führung: Warum sie auch Führungskräfte stärkt

Führung gilt oft als anspruchsvolle Aufgabe, die vor allem Energie kostet. Entscheidungen treffen, Konflikte moderieren, Orientierung geben – all das verlangt Aufmerksamkeit und Engagement. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch, dass bestimmte Formen von Führung nicht nur das Team stärken, sondern auch das Wohlbefinden der Führungskraft selbst.

Im Mittelpunkt steht dabei transformationale Führung. Dieser Führungsstil setzt darauf, Mitarbeitende zu inspirieren, individuelle Entwicklung zu fördern und gemeinsame Werte sichtbar zu machen. Führung wird damit weniger als Steuerung verstanden, sondern als Investition in Beziehungen, Sinn und gemeinsame Ziele.

Die Studie zeigt: An Tagen, an denen Führungskräfte stärker transformational führten als gewöhnlich, berichteten sie über höheres Arbeitsengagement und gleichzeitig geringere emotionale Irritation. Führung kann also nicht nur Ressourcen verbrauchen, sondern auch neue Energie zurückgeben.

Entscheidend ist dabei die Dynamik im Team. Führung entfaltet ihre Wirkung selten einseitig, sondern entsteht im Zusammenspiel zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden. Besonders deutlich zeigte sich dieser Effekt dort, wo sich Mitarbeitende stark mit ihrem Team identifizierten. In solchen Konstellationen ging transformationale Führung mit deutlich geringerer emotionaler Belastung der Führungskraft einher.

Der Grund liegt im Charakter dieses Führungsstils. Transformationale Führung investiert bewusst in Beziehungen, Orientierung und gemeinsame Ziele. Trifft diese Investition auf Resonanz im Team, entsteht ein positiver Kreislauf: Engagement und Zusammenhalt geben der Führungskraft Energie zurück.

Für Young Leaders liegt darin eine wichtige Erkenntnis. Führung muss nicht nur Energie kosten. Wenn sie auf Beziehung, Sinn und gemeinsame Identifikation ausgerichtet ist, kann sie auch eine Quelle von Motivation und Energie sein – für das Team ebenso wie für die Führungskraft selbst.

Weitere Impulse zum Thema finden Sie im Beitrag von Wirtschaftspsychologie aktuell.