Immer weniger Beschäftigte streben eine Führungsrolle an, während viele Führungskräfte ihre Position langfristig nicht fortführen möchten. Bildquelle: Gerd Altmann / pixabay.com

Vom Führungsfrust zur Führungslust

Führungskräfte werden zunehmend zur Schlüsselressource – und gleichzeitig zur „Mangelware“: Immer weniger Beschäftigte streben eine Führungsrolle an, während viele Führungskräfte ihre Position langfristig nicht fortführen möchten. Die Folge: vakante Führungspositionen, steigende Belastungen für Organisationen und hohe wirtschaftliche Kosten.

Die Ursachen liegen nach Prof. Dr. Jürgen Weibler, Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Personalführung und Organisation an der FernUniversität in Hagen, vor allem in einer sinkenden Führungsmotivation. Freude an Führung wird durch wachsende administrative Anforderungen geschmälert, der Nutzen einer Führungsrolle erscheint angesichts höherer Verantwortung und Belastung oft zu gering, und gesellschaftliche Erwartungen an Führung verlieren an Bedeutung, erklärt er in seinem Gastbeitrag in der Jubiläumsausgabe der ULA-Nachrichten. Hinzu komme die Führungsidentität – also die innere Überzeugung, Verantwortung übernehmen und Menschen führen zu wollen. Sie entwickele sich über Erfahrungen und könne gezielt gefördert werden.

Organisationen sind deshalb gefordert, Führung frühzeitig erlebbar zu machen: durch Entwicklungsprogramme, Projektverantwortung, positive Vorbilder, attraktive Rahmenbedingungen und ausreichend Zeit für Führungsaufgaben. Denn die Besetzung einer Führungsposition sei nicht der Abschluss eines Entwicklungsprozesses, sondern der Beginn erfolgreicher Führungskräfteentwicklung.

Den vollständigen Artikel von Prof. Dr. Jürgen Weibler lesen Sie in der ULA-Jubiläumsausgabe.

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