Wertschätzung Mitarbeiter

Laut Elke Frank, Mitglied des Vorstands der Software AG, gibt es drei zentrale Felder um die Mitarbeiterbindung zu fördern. Bildquelle: Gerd Altmann / pixabay.com

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist in vielen Bereichen nichts mehr, wie es einmal war – auch in der Arbeitswelt. Die weltweite Krise hat der Digitalisierung einen starken Schub versetzt und dabei Arbeitsstrukturen hervorgebracht, die von Work-Life-Blending, Remote Work und Kollaboration beeinflusst werden. Durch die Pandemie haben aber auch viele Mitarbeitende das Arbeiten aus dem Homeoffice schätzen gelernt.

Nach Auffassung von Elke Frank, Mitglied des Vorstands der Software AG, reicht es allerdings nicht aus, Homeoffice anzubieten, um so die Mitarbeitenden zu binden. Sie sieht eine der zentralen zukünftigen Herausforderungen darin, Talente nicht nur zu gewinnen, sondern auch zu halten. Vor dem Hintergrund der Pandemie habe das Thema Mitarbeiterbindung einen neuen Tiefpunkt erreicht, so dass dies zu einer bedeutenden Aufgabe für Personalverantwortliche werde.

Aus ihrer Sicht gibt es drei zentrale Felder, um die Mitarbeiterbindung zu fördern:

1. Die Anerkennung der beruflichen…

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Durch das Eingeständnis eigener Schwächen können Vorgesetzte zu einer stärkeren psychologischen Sicherheit der Teammitglieder und letztendlich zu einer besseren Teamresilienz beitragen. Bildquelle: Mohamed Hassan / pixabay.com

Psychologische Sicherheit – dieser Begriff wurde durch eine Studie von Amy Edmonson im Jahr 1999 populär. Sie untersuchte Teams in einem Krankenhaus und stellte fest, dass die besten Teams eine Offenheit gegenüber Fehlern und eine damit verbundene Bereitschaft zeigten, über Fehler zu berichten. Damit wurde die psychologische Sicherheit zum Erfolgsfaktor für Teams. Sie zählt seitdem zu den zentralen Schutzfaktoren der Teamresilienz, die wiederum essentiell für eine gesunde Weiterentwicklung und effektives Arbeiten ist. Der Grundsatz: Jedes Mitglied fühlt sich ernst genommen und kann seine Meinung äußern, ohne negative Konsequenzen zu fürchten.

Aber was geschieht, wenn der Vorgesetzte seine Verletzlichkeit und eigenen Schwächen eingesteht? Drei Studien von Constantinos Coutifaris und Professor Adam Grant deuten darauf hin, dass es sich letztendlich auszahlt, wenn auch Führungskräfte eigene Defizite offen eingestehen. Die Forscher teilten in einem Feldexperiment Führungskräfte in vier…

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Ansätze, um ungewollte Kündigungen von guten Mitarbeitenden zu verhindern, liefert die Studie von Häfner und Truschel. Bildquelle: Gerd Altmann / pixabay.com

Viele Führungskräfte kennen und fürchten sie: die Kündigung von Teammitgliedern, die bisher unverzichtbar erschienen. Ganz klar: Es handelt sich hierbei um eine aus Unternehmenssicht ungewollte Fluktuation. Aber wie kommt es eigentlich dazu? Eine essentielle Frage, um eben dieser Fluktuation besser vorbeugen zu können.

Einen Ansatz zur Beantwortung liefern der Wirtschaftspsychologe Alexander Häfner und Christina Truschel, Projektleiterin im Bereich Personalentwicklung bei der Würth Industrie Service. Sie konnten sieben Kategorien ausmachen, die Faktoren wie die Arbeitszufriedenheit, das Commitment oder die Eingebundenheit im Team oder der Organisation beeinflussen. Meist ist es ein Zusammenspiel dieser Faktoren, die dann die letztendliche Fluktuationsabsicht bestimmen. Eine hohe Zufriedenheit mit der eigenen beruflichen Karriere sowie allgemein mit dem Leben verringert gemäß den Erkenntnissen der Studie am ehesten die Kündigungsabsicht. Darüber hinaus zählen hierzu ebenso individuelle…

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